Nun…

Es ist fraglos fein, wenn ein Beitrag zwölf Stunden prominent auf der Hauptseite und zwei Tage im Blogkasten steht. Das zeigt die Wertschätzung von Blogs bei der FAZ – allerdings passiert mir so etwas eher nicht, sondern dem Blog Zehn vor Acht. Ich finde es trotzdem schön, weil bei der ganzen Kraft einer der grössten deutschen Nachrichtenwebsites auch nicht mehr PIs rauskommen, als bei meinem letzten Beitrag von DEM, der vollkommen ignoriert wurde und nicht über die Hauptseite gelaufen ist. Das ist dann wohl der unterschied zwischen Kunstwollen und Können.

Man kann an der Stelle aber auch wirklich beklagen, dass die FAZ-Leser wohl doch noch keine vollkommenen Feministen sind.

Aber anstelle der sicher meinem Ansehen förderlichen Forderung, ein Umerziehungslager einzurichten, habe ich mich dann doch eher für Lebenshilfe entschieden, denn die Zeit, Mutterschiff der deutschen Gendertröten, fragte schleswiglich, warum all die Karrierefrauen so oft einsam in ihre im Internet bestellten Kissen weinen, und beim Zeitpartner Elitepartner keinen passenden Mann abkriegen.

Ich habe nicht gesagt, dass es prestigegeile, überarbeitete und sich selbst krass überschätzende Powerpointfailures mit Beinen und einem Nichts an der Stelle des Charakters sind, denn das kann ich nicht beurteilen und man will ja keinem etwas nachsagen. Aber ich kann erklären, warum die modernen Anforderungen der Arbeitswelt Frauen und Männer formen, die nicht so richtig in den Heiratsmarkt passen, der für sie finanziell, ökonomisch und eventuell auch sozial, wenn sie das kennen, interessant erscheint.

Versuchen wir das noch einmal mit der FAZ. Schauen wir, was rauskommt. Der Beitrag hat jedenfalls in einer Stunde auf der Hauptseite schon mal so viele PIs eingeheimst, wie die Konkurrenz nach zwölf Stunden. Prüfen wir die Kommentarfunktion und vielleicht wird ja doch alles gut.

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